Magdeburger Spuren, Nr. 122

Der Rat der Stadt Magdeburg sendet dem Rat der Stadt Braunschweig die Kopialien für den Rezess, will die Verrechnung seines Anteils an der Hildesheimer Zehrung mit seiner Gegenforderung und drängt um den Rest sowie die Quoten der übrigen Städte, Magdeburg, 7 September 1562.

Bemerkung

"Teil einer umfangreicheren Aktenserie. Die Hansestädte waren im 14. Jh. so genannten ""Dritteln"" zugeordnet, deren bedeutendste Städte als ""Vororte"" bezeichnet wurden. Im lübisch-sächsischen Drittel war dies Lübeck, im westfälisch-preußischen Drittel (das die rheinischen Städte einschloss) Dortmund, später Köln und im gotländisch-livländischen Drittel erst Visby, dann Riga. Später gab es ein sächsisches Drittel, zu dem auch die preußischen und livländischen Städte gehörten, mit Braunschweig an der Spitze. Ende das 15. Jh. organisierten sich die Hansestädte in ""Vierteln"" oder ""Quartieren"" mit jeweils einer Quartierstadt: das wendische mit Lübeck, das westfälisch-niederländische mit Köln, das preußisch-lievländische mit Danzig, das sächsisch-brandenburgische mit Braunschweig. Die Drittel-Organisation wurde allerdings im 16. Jahrhundert wiederbelebt. Als neue Drittelstädte werden Lübeck, Hamburg und Magdeburg genannt."

Erschließungsinformationen

Signatur
122
Datierung
07.09.1562
Systematik 1
02.01.05.01 Braunschweig
Systematik 2
Hanse
Fundort
Stadtarchiv Braunschweig
Signatur Fundort
Stadtarchiv Braunschweig, B IV 3: 4, fol. 263r, 264v, 264a
Edition
Regesten der Braunschweiger Hanseakten des 16. Jahrhunderts (in Bearbeitung, Ms. im StA Braunschweig), hier S. 134.
Enthält
Beilage: Bitte um die im Rezess erwähnten Stücke und den Bericht über die Vorteile des Quartiers in den Kontoren.
Aktentitel
Hanseakten
Beschreibung
Ausfertigung, Siegelabdruck auf der Rückseite, dt., Tinte auf Papier, Kanzleivermerk (16. Jh.)