Magdeburger Spuren, Nr. 106

Der Rat der Stadt Magdeburg schlägt dem Rat der Stadt Braunschweig als Termin für die Beratung der hansischen Artikel durch das Quartier den 23. Mai vor, Magdeburg, 24. April 1559.

Bemerkung

"Teil einer umfangreicheren Aktenserie. Die Hansestädte waren im 14. Jh. so genannten ""Dritteln"" zugeordnet, deren bedeutendste Städte als ""Vororte"" bezeichnet wurden. Im lübisch-sächsischen Drittel war dies Lübeck, im westfälisch-preußischen Drittel (das die rheinischen Städte einschloss) Dortmund, später Köln und im gotländisch-livländischen Drittel erst Visby, dann Riga. Später gab es ein sächsisches Drittel, zu dem auch die preußischen und livländischen Städte gehörten, mit Braunschweig an der Spitze. Ende das 15. Jh. organisierten sich die Hansestädte in ""Vierteln"" oder ""Quartieren"" mit jeweils einer Quartierstadt: das wendische mit Lübeck, das westfälisch-niederländische mit Köln, das preußisch-lievländische mit Danzig, das sächsisch-brandenburgische mit Braunschweig. Die Drittel-Organisation wurde allerdings im 16. Jahrhundert wiederbelebt. Als neue Drittelstädte werden Lübeck, Hamburg und Magdeburg genannt."

Erschließungsinformationen

Signatur
106
Datierung
24.04.1559
Systematik 1
02.01.05.01 Braunschweig
Systematik 2
Hanse
Fundort
Stadtarchiv Braunschweig
Signatur Fundort
Stadtarchiv Braunschweig, B IV 3: 3, fol. 261r f
Edition
Regesten der Braunschweiger Hanseakten des 16. Jahrhunderts (in Bearbeitung, Ms. im StA Braunschweig), hier S. 97.
Aktentitel
Hanseakten
Beschreibung
Ausfertigung, Siegelabdruck auf der Rückseite, dt., Tinte auf Papier, Kanzleivermerk (16. Jh.)