Magdeburger Spuren, Nr. 40

Der Rat der Stadt Magdeburg verweigert gegenüber dem Rat der Stadt Braunschweig seine Teilnahme am Quartiertag zur Beratung der Hanseartikel am 16. August, da man auf das Angebot zur Zahlung eines festen Jahresbeitrages noch keine Antwort bekommen hat, die Hanseartikel wird man mit beraten, Magdeburg, 1. August 1584.

Bemerkung

"Teil einer umfangreicheren Aktenserie. Die Hansestädte waren im 14. Jh. so genannten ""Dritteln"" zugeordnet, deren bedeutendste Städte als ""Vororte"" bezeichnet wurden. Im lübisch-sächsischen Drittel war dies Lübeck, im westfälisch-preußischen Drittel (das die rheinischen Städte einschloss) Dortmund, später Köln und im gotländisch-livländischen Drittel erst Visby, dann Riga. Später gab es ein sächsisches Drittel, zu dem auch die preußischen und livländischen Städte gehörten, mit Braunschweig an der Spitze. Ende das 15. Jh. organisierten sich die Hansestädte in ""Vierteln"" oder ""Quartieren"" mit jeweils einer Quartierstadt: das wendische mit Lübeck, das westfälisch-niederländische mit Köln, das preußisch-lievländische mit Danzig, das sächsisch-brandenburgische mit Braunschweig. Die Drittel-Organisation wurde allerdings im 16. Jahrhundert wiederbelebt. Als neue Drittelstädte werden Lübeck, Hamburg und Magdeburg genannt."

Erschließungsinformationen

Signatur
40
Datierung
01.08.1584
Systematik 1
02.01.05.01 Braunschweig
Systematik 2
Hanse
Fundort
Stadtarchiv Braunschweig
Signatur Fundort
Stadtarchiv Braunschweig, B III 4: 17, fol. 69r f, 72r-73v
Edition
Regesten der Braunschweiger Hanseakten des 16. Jahrhunderts (in Bearbeitung, Ms. im StA Braunschweig), hier S. 316.
Enthält
Nachschrift: Zahlung von Botenlohn und Kopialien.
Aktentitel
Hansische Verhandlungen vom 7. März 1584 bis 1587
Beschreibung
Ausfertigung mit Siegel, dt., Tinte auf Papier, Kanzleivermerk (16. Jh.)